Das Unternehmen LIP Invest veröffentlicht die aktuelle Ausgabe seines quartalsweise erscheinenden Marktberichts „LIP UP TO DATE – Logistikimmobilien Deutschland“. Der Bericht analysiert Entwicklungen des deutschen Logistikimmobilienmarktes – darunter Investmentvolumen, Flächenumsatz, Neubautätigkeit, Renditeentwicklung sowie geopolitische Einflüsse auf die Logistikbranche.
Refinanzierungen bei Logistikimmobilien
Das Marktumfeld bleibt geprägt von geopolitischen Spannungen, steigenden Finanzierungskosten und einem hohen Refinanzierungsbedarf in der Immobilienwirtschaft. Logistikimmobilien sind im aktuellen Umfeld vergleichsweise gut positioniert für anstehende Verhandlungen. „Bestandsobjekte profitieren in der Regel von gestiegenen Ausschüttungserträgen und einer positiven Verkehrswertentwicklung. Zwar sind im Zuge von Anschlussfinanzierungen zum aktuellen Zinsniveau Performanceeinbußen nicht auszuschließen, doch sichern die strukturell hohen Cashflows die Kapitaldienstfähigkeit weiterhin auf verlässlichem Niveau“, sagt Sebastian Betz, geschäftsführender Gesellschafter von LIP Invest.
1,1 Milliarden Euro Investmentvolumen zum Jahresauftakt
Der deutsche Investmentmarkt für Logistikimmobilien startete ins Jahr 2026 mit zahlreichen kleineren und mittleren Einzeltransaktionen sowie ersten größeren Portfolio-Deals. So wechselte unter anderem ein Logistikportfolio mit insgesamt 139.000 Quadratmetern in Dortmund, Worms, Bönen und Herne für rund 160 Millionen Euro den Eigentümer. Gleichzeitig erhöhte sich zuletzt der Druck auf die Renditen: Der 10-Jahres-SWAP stieg zwischen Ende Februar und Ende März um rund 50 Basispunkte. „Sollte sich der 10-Jahres-SWAP im zweiten Quartal auf dem Niveau von 3,0 bis 3,2 Prozent festigen, rechnen wir mit steigenden Renditen“, so Betz.
Vermietungsmarkt mit starkem Jahresauftakt
Mit rund 1,4 Millionen Quadratmetern Flächenumsatz verzeichnete der deutsche Logistikvermietungsmarkt einen stärkeren Jahresstart als im Vorjahr. Treiber waren zahlreiche Vertragsabschlüsse sowie eine Belebung bei Großanmietungen. Unter anderem hat Marq Logistics in Philippsburg bei Karlsruhe insgesamt 100.000 Quadratmeter vermietet, davon 90.000 Quadratmeter an den Logistikdienstleister Maersk.
Die Neubautätigkeit bleibt mit rund 600.000 Quadratmetern neu errichteter Fläche auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig werden wieder größere Projektentwicklungen gestartet. So entwickelt Arrow Capital Partners in Rheinberg rund 86.000 Quadratmeter neue Logistikfläche. Ein Onlinehändler für Gartenmöbel steht bereits als Mieter fest. Auch die Automobilbranche sorgt weiterhin für Nachfrage: In Barsinghausen entstehen etwa 40.000 Quadratmeter Hallenfläche für die Ersatzteillogistik von BMW.
Straße von Hormus: Herausforderung für globale Lieferketten
Ein weiteres Thema des Berichts sind die Auswirkungen geopolitischer Konflikte auf die Logistik. Seit der Eskalation im Iran und den Einschränkungen rund um die Straße von Hormus steigen Energie-, Transport- und Versicherungskosten. Zugleich verlängern sich Transportzeiten durch Ausweichrouten und reduzierte Kapazitäten. Viele Unternehmen reagieren darauf mit höheren Sicherheitsbeständen, regionaleren Lieferketten und einem stärkeren Einsatz von Echtzeitdaten.
Der vollständige Marktbericht „LIP UP TO DATE – Logistikimmobilien Deutschland“ steht unter LIP Invest zum Download bereit.




