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StartSonstigesKI, Computer, RoboterDHL Logistics Trend Radar: KI übernimmt zunehmend Aufgaben in Lieferketten

DHL Logistics Trend Radar: KI übernimmt zunehmend Aufgaben in Lieferketten

Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich über ihre bisherige Rolle als digitale Assistenz hinaus und beginnt, entlang von Lieferketten eigenständig zu handeln. Zu diesem Ergebnis kommt der neue DHL Logistics Trend Radar 8.0. Dem Bericht zufolge verändern Fortschritte in den Bereichen KI, Robotik und Automatisierung Logistikprozesse und Arbeitsabläufe. Da intelligente Systeme zunehmend in der Lage sind, eigenständig zu planen, Entscheidungen zu treffen und zu handeln, müssen Unternehmen Kompetenzen, Sicherheitskonzepte, Governance-Strukturen und die Employee Experience anpassen.

„Lieferketten verändern sich schneller denn je, da Trends rund um KI und die Arbeitswelt zunehmend gegenseitig beeinflussen“, sagt Katja Busch, Chief Commercial Officer DHL und Leiterin DHL Customer Solutions & Innovation. „Erfolgreich werden jene Unternehmen sein, die diese Entwicklungen frühzeitig erkennen und in konkrete Vorteile für ihr Geschäft und ihre Mitarbeitenden umsetzen können. Der Trend Radar hilft ihnen dabei, sich auf die Entwicklungen zu konzentrieren, die künftig den größten Einfluss haben werden.„

KI wird zur operativen Ebene der Logistik

Der Einsatz von KI in der Logistik entwickelt sich von unterstützenden Anwendungen hin zu autonomen Systemen. Zu den im Logistics Trend Radar 8.0 genannten Trends gehört Agentic AI. Im Gegensatz zu KI-Anwendungen, die auf Eingaben reagieren oder Informationen analysieren, können agentische Systeme eigenständig planen, Entscheidungen treffen und Maßnahmen zur Erreichung definierter Ziele umsetzen. Dadurch verändert sich die Zusammenarbeit zwischen intelligenten Technologien und menschlicher Expertise.

AI Analytics ermöglicht es Unternehmen, Muster zu erkennen, Störungen vorherzusehen, Entwicklungen zu prognostizieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Diese Anwendungen können dazu beitragen, Bestandsengpässe frühzeitig zu erkennen, Sendungen bei Störungen automatisch umzuleiten oder Transportkapazitäten in Echtzeit anzupassen.

Darüber hinaus identifiziert der Radar Trends, die den Einsatz von KI über operative Anwendungen hinaus beschreiben. AI Commerce verändert die Art und Weise, wie Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen Produkte entdecken und kaufen. Die Compute Economy beschreibt die Bedeutung digitaler Recheninfrastrukturen und der damit verbundenen Logistik für Rechenzentren. Humanoide Roboter werden als langfristiger Trend für den Einsatz von KI-gestützter Automatisierung in physischen Arbeitsumgebungen aufgeführt. Die Entwicklungen betreffen damit sowohl digitale als auch physische Prozesse in Lieferketten.

„Bislang hat KI Menschen dabei unterstützt, Aufgaben effizienter zu erledigen. Das nächste Kapitel heißt Handeln„, sagt Klaus Dohrmann, Vice President Innovation and Trend Research bei DHL Customer Solutions & Innovation. „Wir treten in ein Zeitalter autonomer und physischer KI ein, in dem intelligente Systeme ihre Umgebung wahrnehmen, sich in komplexen Umgebungen kollaborativ bewegen und zunehmend eigenständig mit minimaler menschlicher Intervention Entscheidungen treffen können.„

Die Zukunft der Logistik bleibt menschlich

Der Logistics Trend Radar 8.0 untersucht auch die Auswirkungen von KI, Automatisierung und Robotik auf die Arbeitswelt. Genannt werden unter anderem tragbare Sensorsysteme, Remote Operations, kollaborative Robotik und KI-gestützte Arbeitsplatzassistenten. Diese Technologien können repetitive Aufgaben übernehmen und Mitarbeitende bei Entscheidungen unterstützen. Dadurch können sich Tätigkeiten unter anderem in Richtung Problemlösung, Kundenservice und operative Steuerung verändern.

Employee Belonging und der Augmented Workplace gehören zu den im Bericht aufgeführten Trends. Beschäftigte arbeiten demnach zunehmend gemeinsam mit KI-Assistenten, kollaborativen Robotern und digitalen Werkzeugen. Die Technologien können Tätigkeitsprofile in operativen, technischen und wissensbasierten Berufen verändern. Damit entstehen neue Anforderungen an Qualifikationen und Arbeitsweisen. Für Unternehmen stellt sich neben der Einführung neuer Technologien die Frage, welche Fähigkeiten und Unterstützung Mitarbeitende für deren Einsatz benötigen.

Thomas Ogilvie, Konzernvorstand Personal und Arbeitsdirektor von DHL Group, erklärt: „Technologie verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten. Doch Menschen bleiben die treibende Kraft hinter jeder erfolgreichen Lieferkette. Bereits heute unterstützen KI-Assistenten, Wearables und kollaborative Roboter Mitarbeitende dabei, sicherer zu arbeiten, wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren und sich auf höherwertige Tätigkeiten zu konzentrieren. Die Zukunft der Logistik entscheidet sich nicht an der Frage Mensch oder KI, sondern daran, wie gut Unternehmen menschliche Expertise mit immer leistungsfähigeren Technologien verbinden.„

DHL Logistics Trend Radar 8.0
Bild: DHL Group

Anforderungen an den KI-Einsatz

Mit zunehmender Übernahme von Aufgaben durch KI-Systeme gewinnen Fragen zu Sicherheit und Transparenz an Bedeutung. Der Bericht nennt dazu unter anderem die Trends AI Ethics und Cybersecurity 2.0. Sie befassen sich mit dem Einsatz von KI unter Berücksichtigung von Governance, Resilienz und Sicherheit. Wenn intelligente Systeme in Prozesse wie Bedarfsprognosen, Bestandsplanung oder Transportentscheidungen eingebunden werden, gewinnen Schutzmechanismen und menschliche Kontrolle an Bedeutung.

Nachhaltigkeit

Der Bericht führt auch Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit auf. Dazu zählen Dekarbonisierung, alternative Kraftstoffe, Kreislaufwirtschaft sowie die Elektrifizierung leichter und schwerer Nutzfahrzeuge. Diese Ansätze zielen unter anderem auf eine Verringerung von CO₂-Emissionen und einen effizienteren Einsatz von Ressourcen.

Über den DHL Logistics Trend Radar

Der DHL Logistics Trend Radar wird von DHL Customer Solutions & Innovation gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft entwickelt und erscheint alle zwei Jahre. Er untersucht technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends, die Logistik, Lieferketten und den globalen Handel in den kommenden zehn Jahren beeinflussen können.

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