Mit dem GewerbeBarometer veröffentlichen bulwiengesa und ImmoScout24 erstmals eine gemeinsame Analyse des deutschen Gewerbeimmobilienmarktes. Dabei werden die Markt- und Transaktionsdaten von bulwiengesa mit den Angebots- und Nachfragedaten von ImmoScout24 kombiniert. Die Analyse zeigt unterschiedliche Entwicklungen je nach Lage, Qualität und Nutzung.
Logistikmarkt differenziert sich weiter aus
Logistik- und Industrieimmobilien weisen weiterhin eine konstante Nachfrage auf. Das Neubauvolumen lag 2025 bei rund 4,3 Mio. qm und ist gegenüber den Vorjahren leicht rückläufig. Für die kommenden Jahre besteht eine Projektpipeline.

Während sich die Top-Logistikregionen stabil entwickeln, steigen die Leerstände insbesondere an sekundären Standorten. Die Spitzenmieten erhöhen sich in etablierten Regionen weiter. Im gewichteten Durchschnitt der A-Stadt-Logistikregionen liegen sie aktuell bei knapp 10 Euro/qm. München verzeichnet mit 10,90 Euro/qm den höchsten Wert.

Die Daten von ImmoScout24 zeigen, dass das Angebot seit 2022 um rund 80 % gestiegen ist.

„Wir sehen aktuell eine deutliche Entspannung auf der Angebotsseite. Während die Flächenverfügbarkeit stark gestiegen ist, differenziert sich die Nachfrage immer stärker – insbesondere kleinere Einheiten und gut angebundene Standorte werden gezielt nachgefragt„, erläutert Kristian Kehlert, Lead Data Analyst bei ImmoScout24.
Geopolitische Entwicklungen beeinflussen Nachfrage
Der Logistikmarkt wird von verschiedenen strukturellen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem geopolitische Entwicklungen. Die zunehmende Bedeutung verteidigungsnaher Unternehmen sowie öffentlicher und sicherheitsrelevanter Akteure führt zu zusätzlichem Flächenbedarf für Produktion, Lagerung und Lieferketten.
Zudem steigt das Interesse internationaler Investoren und Nutzer, insbesondere aus Asien. Logistikdienstleister und Produktionsunternehmen suchen nach Logistikstandorten in Europa.
Nach Angaben der Analyse richtet sich die Nachfrage verstärkt auf spezialisierte Flächen mit guter Verkehrsanbindung. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach standardisierten Objekten in weniger etablierten Regionen ab.




