Der Hersteller für Haushaltsgeräte verlegt seinen bisherigen Standort von Bad Neustadt nach Mellrichstadt. Dort soll ein Werk zur Produktion verschiedener Staubsaugermodelle unter anderem der Marken Bosch und Siemens entstehen. Zukünftig sollen von hier rund 2,4 Millionen Staubsauger pro Jahr weltweit versendet werden. Die Build-to-Suit-Immobilie wird von Panattoni entsprechend den Anforderungen von BSH entwickelt.
In der rund 26.600 m² großen Produktionshalle mit einer lichten Höhe von bis zu 12,50 m sind Bereiche für den Wareneingang, die Vorfertigung und Montage sowie zur Verladung der fertigen Produkte geplant. Zur Ausstattung gehören Produktionsbereiche für Gebläsefertigung, Kunststoffspritzguss, Montage und Logistik. Die fugenarme Industriesohle der Halle ist für automatisierte Lagertechnik ausgelegt. Zudem wird ein Tragwerk für vier 8-t-Brückenkräne errichtet. Aufgrund der durchgängigen Produktionslinie wird die Halle als ein zusammenhängender Brandabschnitt ohne innere Brandschutzwände ausgeführt.
Der dreigeschossige Büro-, Entwicklungs- und Laborbereich für rund 450 Beschäftigte umfasst eine Gesamtfläche von rund 4.930 m². Die Laborbereiche werden mit einer Temperatur- und Feuchteregelung ausgestattet.
Der Standort verfügt über einen eigenen Gleisanschluss mit zwei Verladegleisen in einer rund 142,5 m langen Gleishalle. Dort können die Produkte geschützt für den Transport verladen werden. Mellrichstadt liegt an der Bahnstrecke Würzburg–Erfurt und ist über eine eigene Anschlussstelle an die A 71 sowie die Bundesstraße B 19 erreichbar.

Bild: Panattoni
Fred-Markus Bohne, Managing Partner Panattoni DACH & Nordics: „Einen Produktionsstandort für den Hersteller hochqualitativer und innovativer Markenprodukte zu entwickeln, die unter den harten ökonomischen Bedingungen des Weltmarktes bestehen müssen, ist eine großartige Aufgabe. Zukünftig erreichen diese Produkte Millionen von Haushalten von diesem Standort aus. Die sehr enge Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Landkreis, BSH und allen weiteren Beteiligten ist die beste Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts.„
Für BSH ist der Neubau mit einem Standortwechsel verbunden. Johann Ossner, Standortleiter von BSH Hausgeräte GmbH, erläutert: „Es ist eine besondere Chance, dieses wegweisende Projekt gerade jetzt in unserer Region zu realisieren. Mit dem neuen Standort legen wir den Grundstein für eine zukunftsorientierte Fertigung und Entwicklung. Damit stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen die Voraussetzung weiterhin Menschen mit unseren innovativen und hochwertigen Staubsaugern weltweit zu begeistern.„
Auch für die Stadt ist die Neuansiedlung mit Veränderungen verbunden. Michael Kraus, Erster Bürgermeister der Stadt Mellrichstadt: „Die Ansiedlung der BSH ist gerade in der aktuell herausfordernden Wirtschaftslage besonders erfreulich und ein wichtiges Signal für unseren gesamten Landkreis. Mit dem Neubau der Produktionsanlage bleiben der Region die Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten und liefern zusätzliche Impulse für die regionale und bayerische Wirtschaft. Ich bin froh und dankbar, dass die Anstrengungen und Bemühungen aller Beteiligten der letzten Monate und Jahre einen erfolgreichen Abschluss finden.„
Sonja Rahm, Landrätin des Landkreises Rhön-Grabfeld, ergänzt: „Dieser Spatenstich ist ein wirklich schöner Tag für unseren Landkreis. Dass die BSH Hausgeräte GmbH nicht nur hier in Rhön-Grabfeld bleibt, sondern innerhalb unseres Landkreises in die Zukunft investiert, ist ein starkes Zeichen. Damit sichern wir Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort und zeigen zugleich, dass Rhön-Grabfeld ein attraktiver Standort für Industrie und Unternehmen ist und bleibt. Ich freue mich deshalb sehr, dass die BSH diesen Weg mit uns geht. Das ist gut für die BSH, gut für die Beschäftigten und gut für die gesamte Region.„
Auch die Energieversorgung ist Bestandteil der Planung der Immobilie: Die Energie-Infrastruktur des BSH-Werks ist für eine Leistung von 4.800 kVA ausgelegt, was der Versorgung von bis zu 300 Einfamilienhäusern entspricht. Das Energiekonzept verbindet Produktionsprozesse und Gebäudeversorgung. Die Halle verfügt über ein TGA-Konzept zur Temperierung, Beheizung und Belüftung der Produktionsflächen, das die anfallende Prozessabwärme aus der Produktion nutzt und in das Gebäudekonzept integriert. Zu den weiteren Bestandteilen des Konzepts gehört eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach.
Für die E-Mobilität wird eine Ladeinfrastruktur für 104 Punkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 11 kW vorgerüstet. Eine Zertifizierung nach DGNB Gold wird angestrebt.




