Nach der Modernisierung der Infrastruktur im Hafen Emmerich hat Contargo Rhein-Waal-Lippe am 11. Mai 2026 die neu errichtete Containerbrücke offiziell entgegengenommen. Die Investitionen wurden von der Hafeneigentümerin Port Emmerich – Infrastruktur- und Immobiliengesellschaft mbH (PE) getragen. Mit der Übergabe ist der mehrjährige Ausbau des Containerterminals vorerst abgeschlossen.
In den vergangenen Jahren wurde das von Contargo Rhein-Waal-Lippe betriebene Terminal um insgesamt 12.000 Quadratmeter erweitert. Ziel war die Modernisierung der Infrastruktur einschließlich der Kranbahnen und einer neuen Containerbrücke. Der neue Kran ersetzt eine ältere Anlage und soll einen effizienteren Umschlag ermöglichen.
„Die Investition zielt direkt auf die Effizienz im Terminalbetrieb ab“, erklärt Jürgen Albersmann, CEO der Contargo-Gruppe und Mit-Gesellschafter der CRWL. „Der Standort Emmerich spielt eine wichtige Rolle im Hinterlandverkehr der großen Seehäfen und ist zudem Grundlage für die Entwicklung der Grenzregion zwischen Deutschland und den Niederlanden als Logistik-Hot-Spot.“
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, sagte: „Trimodale Binnenhäfen wie hier in Emmerich sind zentrale Knotenpunkte unserer Logistik. Sie verbinden Wirtschaftsräume effizient und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung von Industrie und Mittelstand. Jeder Container, der über das Wasser transportiert wird, entlastet die Straßen, reduziert Emissionen und bringt uns bei der Verkehrswende voran.“
Als trimodaler Standort verbindet Contargo in Emmerich Wasserstraße, Schiene und Straße. Die Investitionen in Kranbahn und Containerbrücke belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen der Infrastrukturmaßnahmen im Hafen Emmerich liegt bei rund 20 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Richtlinie für den kombinierten Verkehr (KV).
Für die Erneuerung der zweiten Containerbrücke wurde bereits im August 2022 ein Förderantrag gestellt. Nach Angaben des Unternehmens gab es hierzu kurz vor der Veranstaltung ein positives Signal der Fördermittelbehörde. Ziel ist es, die zweite Kranbrücke im Jahr 2028 zu ersetzen.




