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DHL Group plant Investitionen von mehr als 400 Millionen Euro in Mittel- und Osteuropa

DHL Group plant, bis 2030 mehr als 400 Millionen Euro in Mittel- und Osteuropa zu investieren. Die Investitionen sollen die Logistikinfrastruktur, die internationale Anbindung sowie technologiegestützte Supply-Chain-Lösungen ausbauen.

Das Investitionsprogramm umfasst Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. DHL Group sieht in diesen Märkten Wachstumspotenzial durch ihre Bedeutung für europäische Fertigungs-, Handels- und Distributionsnetzwerke sowie durch den Trend zum Nearshoring. Dabei verlagern Unternehmen Produktions- und Beschaffungsaktivitäten näher an ihre Absatzmärkte.

Das Programm erstreckt sich über mehrere Unternehmensbereiche von DHL Group. Geplant sind Investitionen in die Kontraktlogistik, Lagerinfrastruktur, B2B-Transportnetzwerke, Supply-Chain-Control-Tower-Lösungen, internationale Expressdienste und Frachtkapazitäten.

„Mittel- und Osteuropa gewinnt für globale Handelsströme und Lieferkettennetzwerke zunehmend an Bedeutung. Insbesondere Polen entwickelt sich zu einem der dynamischsten Logistik- und Produktionsstandorte Europas„, sagte John Pearson, CEO von DHL Express. „Da Kunden nach mehr Resilienz und Flexibilität streben, benötigen sie Logistikpartner, die Produktion, Bestände und Märkte nahtlos über Grenzen hinweg miteinander verbinden können. Mit diesen Investitionen bauen wir die Infrastruktur und internationale Vernetzung aus, die erforderlich sind, um die Wachstumsambitionen der dynamischen Unternehmen zu unterstützen, die die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region vorantreiben.„

Polens Warenhandel wächst schneller als der Welthandel

Die Ankündigung fällt mit der Vorstellung der neuesten Ausgabe des DHL Globalization Tracker in Polen und dem 35-jährigen Bestehen des Unternehmens im Land zusammen.

Laut der Analyse wuchs Polens Warenhandel zwischen 2016 und 2025 2,1-mal schneller als der Welthandel und 2,7-mal schneller als der Handel innerhalb der Europäischen Union. Für den Zeitraum von 2026 bis 2029 wird erwartet, dass Polens Warenhandel um 28 Prozent schneller wächst als der Welthandel und um 91 Prozent schneller als der EU-Handel.

Die Handelsbeziehungen Polens haben sich in den vergangenen Jahren diversifiziert. Deutschland bleibt ein wichtiger Handelspartner, und der Großteil des polnischen Handels findet innerhalb der Europäischen Union statt. Gleichzeitig hat der Handel mit den Vereinigten Staaten und China in den vergangenen zehn Jahren zugenommen.

Hendrik Venter, CEO von DHL Supply Chain, sagte: „Mittel- und Osteuropa festigt seine Rolle als strategischer Standort für Produktion, Distribution und regionale Fulfillment-Aktivitäten, insbesondere für Unternehmen, die eine größere Nähe zum europäischen Markt suchen. Gleichzeitig ist die Region Heimat einer wachsenden Zahl sehr innovativer und wachstumsstarker Unternehmen, die ihre Aktivitäten ausbauen, die Resilienz ihrer Lieferketten stärken und internationale Wachstumschancen erschließen. DHL Supply Chain ist beispielsweise kürzlich im Rahmen einer erweiterten Partnerschaft mit dem polnischen Einzelhändler Pepco in den rumänischen Markt eingetreten. Unsere Investitionen in Lagerhaltung, Transport und Supply-Chain-Control-Tower-Lösungen helfen Kunden dabei, schneller auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren, zunehmende Komplexität zu bewältigen, widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen und neue Wachstumschancen in Mittel- und Osteuropa zu erschließen.„

Investitionen in den polnischen Markt

DHL Group hat in den vergangenen Jahren in Polen investiert. Im Jahr 2024 eröffnete das Unternehmen ein International Logistics Centre in Poznań, in das 180 Millionen Euro investiert wurden. Der Standort unterstützt mehrere Geschäftsbereiche, darunter DHL eCommerce, DHL Freight und Post & Paket Deutschland, und verbindet Polen mit europäischen und internationalen Märkten.

„DHL hat aktiv dazu beigetragen, dass sich Polen zu einer führenden europäischen Volkswirtschaft entwickelt hat, und wir sind stolz auf den positiven Beitrag, den unsere Kompetenzen und vor allem unsere Kolleginnen und Kollegen auf dem polnischen Markt jeden Tag für die Entwicklung dieses wichtigen Landes leisten„, sagte Pablo Ciano, CEO von DHL eCommerce. „In den vergangenen Jahren haben wir bereits erhebliche Investitionen in unsere Fulfillment-Zentren und unser Netzwerk von Packstationen und Abholpunkten getätigt, um polnischen E-Commerce-Marktplätzen und Verbrauchern eine größere Auswahl zu bieten. Auch in Zukunft wird DHL Polen dabei unterstützen, sein Humankapital weiterzuentwickeln, seine Position in globalen Wertschöpfungsketten auszubauen und seinen herausragenden Unternehmen noch besseren Zugang zu neuen Wachstumsmöglichkeiten auf internationalen Märkten zu verschaffen.„

Zum Investitionsprogramm gehört außerdem der geplante Bau eines neuen Luftfracht-Express-Terminals von DHL Express in Katowice. Darüber hinaus planen DHL Supply Chain, DHL Freight, DHL eCommerce und DHL Global Forwarding weitere Investitionen in Lager- und Distributionsnetzwerke sowie in Technologien.

DHL Group beschäftigt in Polen mehr als 10.000 Mitarbeitende. Das Land gehört gemessen an der Beschäftigtenzahl zu den zehn größten Märkten des Konzerns weltweit. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben weiterhin in die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden.

DHL unterstützt polnische Unternehmen bei ihrer internationalen Expansion und beim Ausbau von Produktions- und Supply-Chain-Aktivitäten.

Das Unternehmen erwartet, dass Mittel- und Osteuropa künftig eine größere Rolle bei der Verbindung von Produktion, Konsum und Handel in Europa spielen wird. Die geplanten Investitionen sollen die Infrastruktur und die internationalen Lieferkettennetzwerke des Konzerns in der Region erweitern.

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