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StartImmobilienAEW Research Studie: Physische Klimarisiken erhöhen Klimarisikoprämie für europäische Prime-Immobilien

AEW Research Studie: Physische Klimarisiken erhöhen Klimarisikoprämie für europäische Prime-Immobilien

AEW veröffentlicht einen neuen Bericht zu Klimarisiken. Die Studie untersucht, wie sich die Kosten der energetischen beziehungsweise ökologischen Transformation von Immobilien und Verluste infolge physischer Klimarisiken gemeinsam auf die erwarteten Renditen europäischer Prime-Immobilien auswirken. Grundlage der Analyse ist ein von AEW zusammengestelltes Referenzportfolio aus 964 Immobilien, die nicht im Eigentum von AEW stehen. Es umfasst die vier wichtigsten Immobiliensektoren in 196 europäischen Marktsegmenten und 20 Ländern.

Auf Grundlage der verfügbaren Daten bezieht AEW erstmals auch die durchschnittliche Risikoprämie für physische Klimarisiken wie Überschwemmungen, Waldbrände und Windbelastungen in die Analyse ein. Frühere Berichte von AEW untersuchten die Kosten der Energiewende und der Dekarbonisierung von Gebäuden. Die erweiterte Methodik soll eine Einschätzung der Renditen ermöglichen, die erforderlich ist, um diese Risiken bei Investitionen in europäische Immobilienmärkte zu kompensieren.

Dem Bericht zufolge steigt die Klimarisikoprämie für die erwarteten jährlichen Renditen europäischer Immobilien im Zeitraum 2026 bis 2030 auf 45 Basispunkte pro Jahr, wenn sowohl die Kosten der Energiewende als auch Risiken durch Extremwetter berücksichtigt werden. Für das Transitionsrisiko allein beträgt sie 26 Basispunkte. Bei den physischen Klimarisiken ist Norwegen mit einer geschätzten Risikoprämie von 41 Basispunkten am stärksten betroffen. Werden Transitionsrisiken und physische Klimarisiken gemeinsam betrachtet, weisen die Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie in Frankreich Schätzungen zufolge die höchsten Risikoprämien auf. Als Grund nennt AEW die Anzahl an Logistikimmobilien in peripheren Lagen.

Die Auswirkungen auf Immobilien unterscheiden sich je nach Datenanbieter zum Teil deutlich. Die jährlich veröffentlichte Auswertung von Earth System Science Data (ESSD) kommt zu dem Ergebnis, dass die globale Oberflächentemperatur inzwischen 1,39 °C über dem vorindustriellen Niveau liegt.

Hans Vrensen, Head of Research & Strategy Europe bei AEW, kommentiert: „Die Extremwetterereignisse dieses Sommers in ganz Europa und ihre zunehmende Häufigkeit führen Immobilieninvestoren eindringlich vor Augen, welche Bedeutung physische Klimarisiken haben. Erstmals beziehen wir die geschätzten Verluste aus physischen Klimarisiken in die europäische Klimarisikoprämie ein. Dadurch erhalten Investoren ein klareres Bild der möglichen Auswirkungen auf Immobilienrenditen – auch auf der Ebene einzelner Märkte. Da Verfügbarkeit und Qualität der Klimarisikodaten weiter zunehmen, sind Investoren, die bei der Auswahl und Bewirtschaftung ihrer Immobilien konsequent vorgehen, gut aufgestellt, um fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen und sicherzustellen, dass sie sowohl für die Kosten der Energiewende als auch für physische Klimarisiken kompensiert werden.“

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