StartImmobilienImmobilienklima Deutsche Hypo: Februar bringt erneuten Dämpfer

Immobilienklima Deutsche Hypo: Februar bringt erneuten Dämpfer

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Auch im zweiten Monat des Jahres 2026 setzt sich der Abwärtstrend im Immobilienklima fort – damit fällt der Index bereits das dritte Mal in Folge. Im Vergleich zum Januar sinkt das Deutsche Hypo Immobilienklima in der 218. Monatsbefragung von rund 1.000 Immobilienexpertinnen und -experten um 3,2 % auf nun 90,6 Punkte. Während das Investmentklima um 3,7 % auf 88,8 Punkte nachgibt, fällt das Ertragsklima um 2,5 % auf 92,5 Punkte.

Alle Segmente im Minus – nur das Büroklima bleibt stabil

Im Februar entwickeln sich alle Segmente mit Ausnahme des Büroklimas rückläufig. Das Handelsklima verzeichnet mit einem Minus von 8,3 % den stärksten Rückgang und liegt nun bei 78,1 Punkten. Das Logistikklima fällt erstmals seit über zwei Jahren wieder unter die 100 Punkte Marke, verliert 4,1 % und notiert bei 98,6 Punkten. Auch das Wohnklima gibt nach, behauptet aber mit 142,9 Punkten (-2,2 %) weiterhin deutlich die Spitzenposition.

Das Hotelklima verliert ebenfalls leicht und steht nach einem Rückgang von 2,4 % bei 103,3 Punkten – und damit wieder vor dem Logistikklima.

Das Büroklima bleibt robust und notiert erneut bei 73,6 Punkten. Auf niedrigerem Niveau ist es damit das einzige Segment in diesem Jahr mit einem – allerdings nur minimalen – Zuwachs.

Zahlen des Monats

90,6 Punkte: Immobilienklima mit erneutem Rücksetzer
–8,3 %: Handelsklima mit deutlichem Verlust
+0,0 %: Büroklima stabil
98,6 Punkte: Logistikklima fällt unter die 100 Punkte Marke
José Calderon
José Luis Calderón Martinez, Leiter Zentralakquisition, Leiter Geschäftsstellen Berlin und Hannover

Ausführlicher Kommentar von José Luis Calderón Martinez, Leiter Zentralakquisition, Leiter Geschäftsstellen Berlin und Hannover

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich Anfang 2026 in einer Phase der Stabilisierung mit zunehmenden Belebungstendenzen. Nach den Korrekturen der vergangenen Jahre und einem weitgehend konstanten Zinsniveau kehrt mehr Planungssicherheit in die Preisfindung zurück, was Transaktionen wieder erleichtert, auch wenn das Aktivitätsniveau insgesamt noch unter langjährigen Durchschnittswerten liegt.

Allerdings signalisiert das aktuelle Immobilienklima, dass die Marktstimmung noch nicht vollständig mit dieser strukturellen Stabilisierung Schritt hält. Die erneute Eintrübung des Sentiments reflektiert die weiterhin anspruchsvolle Gemengelage aus geopolitischen Spannungen, strukturellem Transformationsdruck sowie regulatorischen Anpassungen, etwa im Bereich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Dies erhöht die Komplexität von Investitionsentscheidungen und führt zu längeren Prüfungs und Abstimmungsprozessen.

Gleichzeitig ergeben sich aus dieser Transition erhebliche Chancen. Die strategische Weiterentwicklung der Immobilienbestände rückt stärker in den Vordergrund: ESG konforme, energieeffiziente Objekte gewinnen weiter an Bedeutung für Vermietbarkeit, Wertstabilität und Finanzierbarkeit, während knappe Neubaukapazitäten die Nachfrage nach hochwertigen Bestandsimmobilien stützen. Wer Cashflows, Standortqualität und Transformationsfähigkeit konsequent in den Fokus stellt, kann in diesem frühzyklischen Umfeld attraktive Einstiegs und Umschichtungsmöglichkeiten nutzen.

Die kommenden Wochen bieten mit Branchenevents wie der Quo Vadis, dem immobilienmanager Award und der MIPIM wichtige Plattformen für Orientierung, Netzwerken und den Austausch über zukunftsfähige Geschäftsmodelle. In diesem Rahmen möchten wir gemeinsam mit Ihnen den Blick nach vorne richten, Marktsignale frühzeitig einordnen und konkrete Investitionsstrategien für die nächste Phase des Zyklus entwickeln.

Quelle: Norddeutsche Landesbank Girozentrale

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