- CO₂-optimierte Betonrezepturen
- Langlebiger, rückbaubarer und recyclebarer Baustoff

Die J. Lehde GmbH wird sich auf den kommenden Ulmer Betontage 2026, 10. – 12. März, mit einem Fachvortrag aus dem Bereich Forschung und Entwicklung präsentieren. Damit unterstreicht das westfälische Familienunternehmen seinen Anspruch, die Zukunft des Bauens mit Beton aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten. Die Ulmer Betontage zählen seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Plattformen für Wissenstransfer, Innovation und fachlichen Austausch rund um den Baustoff Beton.

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die aktuellen Forschungsarbeiten von Lehde zur Entwicklung ressourcenschonender und CO₂-optimierter Betonrezepturen. Präsentiert werden diese von den Lehde-Spezialisten Timo Gließner und Martin Risse (Forschung & Entwicklung), die Einblicke in praxisnahe Lösungen für den industriellen Fertigteilbau geben.
Ziel der Entwicklungsarbeit bei Lehde ist es, den Einsatz klinkerhaltiger Bindemittel konsequent zu reduzieren – ohne Abstriche bei Qualität, Dauerhaftigkeit und insbesondere der im Fertigteilbau entscheidenden Frühfestigkeit. Vier Betontechnologen beschäftigen sich im Unternehmen kontinuierlich mit der Optimierung von Betonrezepturen, dem Einsatz von Recyclingmaterialien sowie der gezielten Nutzung moderner Betonzusatzstoffe und -mittel.
„Als Stahlbetonfertigteilhersteller stehen wir vor der besonderen Herausforderung, dass unsere Bauteile bereits wenige Stunden nach dem Betonieren aus den Schalungen genommen und transportfähig sein müssen“, erklärt Bauingenieur Timo Gließner. „Mindestens 15 Newton je Quadratmillimeter sind erforderlich, damit Transportankersysteme sicher greifen und die Fertigteile bewegt werden können.“
Parallel zur Sicherstellung der technischen Leistungsfähigkeit richtet Lehde seine Entwicklungsarbeit konsequent an den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) aus. Viele Auftraggeber verlangen heute zertifizierte Gewerbe- und Industriebauten. Um diesen stetig steigenden Bedarf zu bedienen, entwickelt Lehde Ökobilanzen für unterschiedliche Betonsorten, testet neue Zemente und optimiert bestehende Rezepturen.Seit 2025 setzt das Unternehmen im Fertigteilbau regelmäßig bis zu 25 Prozent Recyclingmaterial ein; das ist der aktuell zulässige Höchstanteil in Deutschland. „Damit sparen wir einen erheblichen Anteil an Primärrohstoffen ein, ohne die Eigenschaften des Betons negativ zu beeinflussen“, so Gließner. In anderen europäischen Ländern seien höhere RC-Anteile teils bereits Standard oder sogar vorgeschrieben.
Bei Lehde wird Beton längst nicht mehr nur als klassischer Drei-Komponenten-Baustoff verstanden. Moderne Betontechnologie berücksichtigt zusätzlich Betonzusatzstoffe und -mittel und eröffnet damit neue ökologische und ökonomische Potenziale. „Ein sehr kleiner Anteil eines speziellen Zusatzmittels kann die Eigenschaften des Betons erheblich verbessern und häufig sogar Zement einsparen“, betont Gließner.
Diese Sichtweise prägt auch den Fachvortrag auf den Ulmer Betontagen: Beton als langlebiger, rückbaubarer und wiederverwendbarer Baustoff mit Zukunft. Stahlbetonfertigteile eignen sich besonders für eine spätere Demontage und Wiederverwendung, da sie meist verschraubt oder verankert sind und flexibel neu kombiniert werden können.
Das 1946 gegründete Familienunternehmen mit heute rund 140 Mitarbeitenden sieht sich technologisch gut aufgestellt. Während Beton seit Jahrtausenden bewährt ist – historische Bauwerke wie das Pantheon in Rom belegen dies eindrucksvoll – sorgt moderne Forschung dafür, dass er auch ökologisch und wirtschaftlich den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft gerecht wird.
Mit dem Fachvortrag auf den Ulmer Betontagen 2026 zeigt die J. Lehde GmbH, wie mittelständische Unternehmen durch konsequente Forschungs- und Entwicklungsarbeit einen aktiven Beitrag zur Transformation der Bauwirtschaft leisten können.
Quelle und Bildquelle: J. Lehde GmbH



