- New Lean in der Variantenfertigung
- 24.03.2026 von 13:10 bis 14:00 Uhr, LogiMAT Arena ICS
- Moderation: Dr.-Ing. Roman Ungern-Sternberg, Geschäftsbereichsleiter Operations, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart

Variantenfertigung neu denken
Variantenfertiger stehen unter enormem Druck: Kunden erwarten individuelle Produkte, kurze Lieferzeiten und wettbewerbsfähige Preise. Gleichzeitig steigen Komplexität und globaler Wettbewerbsdruck.
Klassische Optimierungsansätze und althergebrachte Lean-Produktionssysteme stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Doch wie lassen sich Durchlaufzeiten halbieren, ohne den Aufwand zu verdoppeln? Und wie werden Engpässe in hochkomplexen Wertströmen überhaupt sichtbar?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Expert Forums „End-to-End Operations“ auf der LogiMAT 2026. Im Fokus steht die ganzheitliche Architektur der Wertschöpfung: von der Kundenanforderung über Auftragsmanagement, Produktions- und Logistikprozesse bis zur Auslieferung.
Warum Lean allein nicht mehr ausreicht
In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass viele Industrie-4.0-Initiativen zwar lokale Verbesserungen erzielen, jedoch kaum messbare Produktivitätssprünge auf Gesamtsystem-ebene liefern. Auch klassische Lean-Ansätze entfalten bei hoher Variantenvielfalt nur noch begrenzte Wirkung.
Der Schlüssel liegt daher in End-to-End Operations: Nur wenn Prozesse über Bereichs- und Systemgrenzen hinweg gedacht, Daten konsistent genutzt und Entscheidungen systemisch getroffen werden, lassen sich ambitionierte Ziele wie halbe Durchlaufzeiten bei halbem Aufwand realistisch erreichen.
New Lean als Hebel für +100% Produktivität
Grundlage sind aktuelle Erkenntnisse aus der New-Lean-Studie des Fraunhofer IPA, die zeigt, dass signifikante Produktivitätssprünge nur durch systemische, end-to-end-gedachte Ansätze und Automatisierung erreichbar sind:
Wettbewerbsfähige Produktion: Gestaltung leistungsfähiger Produktionsnetzwerke durch die Kombination von Lean-Ansätzen und moderner Produktionsstrategie.
Durchgängiges Engineering & Produktion: End-to-End-Prozesse von der Kundenanfrage bis zum NC-Programm für weniger Aufwand und höhere Geschwindigkeit.
Hochflexible Fabriken: Flexible Produktionsbereiche und Matrixproduktion für volatile Märkte und nachhaltige Wandlungsfähigkeit.
Technologische Exzellenz: Optimierung komplexer Einzelprozesse mit technischer Expertise und KI für höchste Qualität und Auslastung.
KI- & IT-Plattformen: Systematische Auswahl und Integration produktionskritischer IT-Systeme wie ERP, MES und APS für maximale Transparenz.
Praxisnah, systemisch, umsetzungsorientiert
Im Expert Forum geben Dr. Roman Ungern-Sternberg und Daniel Ranke vom Fraunhofer IPA Einblicke in konkrete Lösungsansätze, Methoden und Beispiele aus Industrieprojekten. Diskutiert wird, wie Unternehmen ihre End-to-End-Prozesse so gestalten, dass sie trotz hoher Variantenvielfalt schnell, effizient und resilient bleiben.
Das Forum richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider aus Produktion, Logistik, Operations, Industrial Engineering und Management, die Produktivität ganzheitlich und zukunftsfähig steigern wollen.
Quelle: EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH



