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LogReal.DirektExpress - Das Online-Magazin für Logistics, Real Estate & E-Commerce, Ausgabe 02 April 2017

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Themen


X-Commerce: Schachinger eröffnet City-Hub für Prime Services

Digitalisierung, Teil 1: Trust the Chain!

Digitalisierung, Teil 2: Start-ups rollen die Logistikbranche auf 

Vodafone und Loxxess verlängern Zusammenarbeit

Habacker und Chal-Tec feiern Richtfest in Kamp-Lintfort

Unternehmenseigene Immobilie als Innovationshemmnis für deutschen Mittelstand

E-Commerce wird Nachfrage nach Logistikimmobilien bis 2025 verdoppeln

EUREB-Markenstudie nominiert Top 5 Real Estate Developer Logistik

Digitalisierung, Teil 3: Handel steht vor neuen Geschäftsmodellen und Strategien

Otto Now: Gutes Feedback trotz problematischer Konditionen

E-Shopper-Barometer des DPD 

Digitalisierung, Teil 4: Capitalized Content durch Nanopayment? 

Der krönende Abschluss 


 

LOGISTIK

X-Commerce: Schachinger eröffnet City-Hub für Prime Services

Nicht nur notorisch nervöse Werbeagenturen oder Ersatzteilhändler erwarten eine schnellstmögliche Lieferung der bestellten Waren. Auch Onlineshopper möchten in immer kürzerer Zeit ihre Pakete entgegennehmen können. Deshalb setzen sich im Online-Versand kostenpflichtige Express-Dienste immer mehr durch. In amerikanischen und deutschen Großstädten können Internetbesteller innerhalb weniger Stunden ihre Lieferung erwarten.

In Linz bietet der Logistikdienstleister Schachinger deshalb ein zügiges Premium Fulfillment und Prime Services unter dem Namen X-Commerce an. Vom 1st City-Hub in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ausgehend können Kunden des Fulfillment-Centers ihren Endkunden die Zustellung innerhalb kürzester Zeiträume anbieten. Benötigt also beispielsweise die KFZ-Werkstatt dringend ein Ersatzteil, dann kann es über den 1st City-Hub zügig geliefert werden.

(Foto: Martin Rumersdorfer)

Für Onlinebesteller, deren Arbeitsplatz sich in der Nähe des City-Hubs befindet, wird zur Selbstabholung ein Parcel-Pick-Up-Store angeboten, der von 08:00 - 20:00 Uhr geöffnet ist. Auch Retouren werden dort schnell und unbürokratisch abgewickelt. Pakete, die bis 20 Uhr abgegeben werden, stellt Schachinger X-Commerce in Österreich am nächsten Tag, in Deutschland innerhalb von 48 Stunden zu.

Zusätzlich bietet Schachinger X-Commerce seinen Kunden alle Dienstleistungen an, die von einem modernen Fulfillment-Center erwartet werden können: Transportsteuerung, Qualitätskontrolle, Stock- und Inventory-Management, Co-Packing, Konfektionierung usw. Auch alle digitalen Services sind integriert: Onlinezugriff auf Lagerbestände (Active Stock Reporting), Sendungslebenslauf, geplante Zustellzeit sowie Umverfügungsmöglichkeit. Ein Reporting im Hinblick auf Reklamationen, Schäden sowie die allgemeine Qualität runden das X-Commerce-Angebor ab. 


Der Standort in Linz bietet Schachinger 30.000 m² Lager, 1.200 Palettenstellplätze, ein Hochregallager und 500 m² Bürofläche.


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Digitalisierung, Teil 1: Trust the Chain!

Kaum ein anderes Thema polarisiert die Debatten um die digitale Transformation derzeit so stark wie die für die Kryptowährung Bitcoin entwickelte Blockchain-Technologie. Für einige Vertreter der Fintech-Branche hat sie bereits das Ende der bisherigen Finanzinstitutionen eingeläutet. Die Cebit 2017 widmete der Technologie eine eigene eintägige Konferenz. Der IT-Branchenverband Bitkom sieht in der Blockchain Potenziale für Supply Chains – auch wenn erst zwei Prozent der Unternehmen sich derzeit mit dem Thema beschäftigen.

 
Dazu später mehr. Zunächst einmal ist zu klären: 

Was ist eine Blockchain?

Es handelt sich um eine dezentrale Datenbank, die eine stetig wachsende Liste von Transaktionsdatensätzen vorhält. Die Datenbank wird chronologisch linear erweitert, vergleichbar einer Kette, der am unteren Ende ständig neue Elemente hinzugefügt werden. 

Ihren Ursprung hat die Blockchain in der Kryptowährung Bitcoin, bei der Geldwerte ohne die Zwischenschaltung eines Intermediärs oder einer Bank überwiesen werden können – beispielsweise direkt von Smartphone zu Smartphone. Ein Beispiel: Seit März verbreitet das Silicon Valley-Startup Plutus Finance die Smartphone-App „abra“. Mehr Informationen unter www.goabra.com

Elementare Einheiten der Blockchain sind die auf ihr vorgenommenen Transaktionen. Dabei tauschen zwei Parteien Informationen miteinander aus. Anschließend werden die Daten verifiziert und validiert, wobei geprüft wird, ob eine Partei die entsprechenden Rechte für diese Transaktionen besitzt. Darauf erfolgt das Mining (schürfen), bei dem die Transaktionen zu Blöcken zusammengefasst werden. Die Blöcke werden an die Kette gehängt und über ein geschlossenes, dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk verteilt. 

In der dezentralen und direkten Peer-to-Peer-Kommunikation liegt einer der wesentlichen Reize der Blockchain. Jede Transaktion kommt ohne Plattform, ohne Zwischenhändler und ohne Intermediäre aus.
 
Die Blockchain-Technologie gilt als absolut manipulationssicher, da die Blöcke verschlüsselt und als Kopien im Internet verbreitet werden. Wer den Inhalt der Blockchain manipulieren möchte, müsste mindestens 51 Prozent der Kopien ändern. Das wäre mit derart hohen Kosten verbunden, dass die Manipulation einer solchen Datenbank komplett unwirtschaftlich ist.

Die derzeit zukunftsträchtigste Applikation der Blockchain ist der sogenannte Smart Contract (intelligenter Vertrag). Dabei handelt es sich um webbasierte Computerprotokolle, die Verträge abbilden und die automatische Abwicklung eines Vertrages technisch unterstützen. Algorithmen  legen fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine rechtsgültiger (Kauf)Vertrag zustandekommen kann. 

Vorteilhaft ist bei dieser automatisierten Abwicklung von Verträgen, dass keine Juristen oder Anwälte beim Abfassen oder Ausführen benötigt werden. Die Algorithmen können Verträge in Echtzeit überwachen und die Rechte der Vertragspartner automatisch durchsetzen. Anwendung finden Smart Contracts derzeit in der Musikindustrie. Die Plattform www.ujomusic.com stellt beispielsweise das aus Musikersicht derzeit wohl fairste Downloadportal dar.   

Mehr Informationen zur Blockchain finden Sie auf futuregram.

Die Blockchain als Game Changer (Grafik: Convergence.VC)


Die Finanzbranche ist alarmiert!

Für Banken ist die Blockchain ein gefährlicher Game Changer. Viele Finanzinstitute arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, um selbst von der Blockchain zu profitieren. Fintechs wie Fidor oder Bitwala machen traditionellen Banken in der Szene der Digital Natives das Leben schwer.  Ähnlich könnte es dem Energiemarkt gehen, auch wenn das Beratungshaus PwC noch Schwierigkeiten bei Versorgungssicherheit und Datenschutz feststellt und sich daher derzeit noch nicht abschätzen lässt, ob sich die Blockchain-Technologie im Energiesektor durchsetzen wird.

Dabei sind Finanz- und Energiesektor bei weitem nicht die einzigen, die von der disruptiven Wirkung der Blockchain betroffen sein könnten. Einen Überblick über Anwendungen der vor zwei Jahren gelaunchten Etherium-Blockchain (einem Bitcoin-Konkurrenten) liefert der Beitrag Synergy in Etherium


Heilsbringer der Logistikbranche?
Große Hoffnungen setzt die Logistik-Branche auf die Blockchain. „Die Blockchain-Technologie ermöglicht ein vollständiges, verifiziertes Track and Trace für alle beteiligten Geschäftspartner. Dabei ist es auch möglich, gegenseitige Bewertungen von Lieferanten und Spediteuren in den Datenblöcken mit abzuspeichern - was sowohl öffentlich als auch verschlüsselt erfolgen kann. Eine öffentliche Dokumentation ermöglicht es, mit guten Bewertungen zu werben. Die Aussagekraft ist hier besonders hoch, da die Blockchain-Technologie Datenmanipulationen verhindert. Wollen Unternehmen die Blockchain für sich nutzen, ist es allerdings nicht damit getan, lediglich die Technologie auf die bestehenden Prozesse anzuwenden. Es gilt, sich mit den Besonderheiten der Blockchain, der Wichtigkeit des Themas Sicherheit, aber auch mit dem Spiel aus Anonymität und Öffentlichkeit von Teilnehmern und Transaktionsdaten auseinanderzusetzen, um so neue Prozesse und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, erklärt Joachim Getto, Associate Partner bei CAMELOT Management Consultants, exklusiv gegenüber LogReal.DirektExpress. 

Was wird aus der Spedition?
Als besonders disruptiv könnte die Blockchain-Technologie sich für die Spediteure erweisen. Sie verfügen über ein im Kern konstantes Geschäftsmodell, das auch diverse Wirtschaftskrisen, rechtliche Veränderungen und technologischen Durchbrüche nicht erschüttern konnten. Unabhängig vom verwendeten Transportmittel, der zu überbrückenden Distanz und der Frage ob Dritte oder die Spediteure selbst den eigentlichen Transport durchführen, war und ist der Kern dieses Geschäftsmodell die Organisation von Transporten. 

In der nun angebrochenen Phase der digitalen Transformation ist erstmals das herkömmliche Geschäftsmodell des Spediteurs grundlegend in Frage gestellt. Auftraggeber können bereits heute teilautomatisiert ihre Transportaufträge auf Online-Plattfomen wie Cargonexx oder Uber Freight ausschreiben und dabei viele der Auswahlkriterien, die bisher die Spediteure organisierten und überwachten, als automatisierte Vergabekriterien umsetzen. Zeitgleich können Transporteure ihre Kapazitäten mit geringem Aufwand auf ebendiesen Plattformen anbieten und dabei die bisher üblichen Aufschläge der Spediteure drastisch reduzieren. 

Die Betreiber der digitalen Vergabeplattformen werden wohl mittelfristig die Spediteure in der Organisation von Transportnetzwerken sowie der Optimierung von Touren frontal angreifen. Aber auch ihr Geschäftsmodell steht auf unsicherem Boden – dank der Blockchain. Mit ihrer Hilfe ist es denkbar, künftig auf die Plattform-Intermediäre zu verzichten und in einem dezentralen, dem Bitcoin-Universum vergleichbaren Peer-to-Peer-Netzwerk mit Hilfe von Smart Contracts große Teile der Transportkette abzubilden.

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Digitalisierung, Teil 2: Start-ups rollen die Logistikbranche auf

Die Logistikbranche steht vor weit reichenden Veränderungen durch die Digitalisierung des kompletten Speditionsgeschäfts. Ausgerechnet die global führenden deutschen Unternehmen gehen die Aufgabenstellungen der digitalen Transformation eher zögerlich an. Zu dieser Einschätzung kommt die Managementberatung Oliver Wyman in einer internationalen Markt-Analyse: Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten die etablierten Logistikdienstleister weitaus stärker als bisher die Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups ihrer Branche suchen.

Sie heißen Flexport, UShip, Uber Freight oder Freighthub und sind dabei, die Logistiklandschaft zu revolutionieren. Wurden in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge hauptsächlich in Start-ups aus dem Umfeld der Personenmobilität, wie Uber, BlaBlaCar oder Flixbus investiert, steht nun der Logistiksektor auf dem Plan der Investoren. Auch wenn die Newcomer vielen Logistikern heute noch nicht bekannt sind, verändern sie die Branche bereits mit erheblichen finanziellen Mitteln. Der Analyse der Managementberatung Oliver Wyman zufolge beliefen sich allein die öffentlich bekannten Finanzierungsrunden von Logistik-Start-ups in den letzten zehn Jahren auf fast elf Milliarden Euro. Im Schnitt wird alle fünf Tage ein neues Logistik-Start-up gegründet.

Joris D’Incà, Partner und Logistikexperte bei Oliver Wyman: „Innovative Start-ups sind dabei, das klassische Speditionsgeschäft komplett zu digitalisieren. Sie fragmentieren die bisherigen Supply Chains und revolutionieren durch die Kombination einer bisher nicht gekannten Menge an Daten die Effizienz und Transparenz des Transportgeschäfts. Wenn die etablierten Anbieter nicht rechtzeitig auf die digitalen Geschäftsmodelle reagieren, können die agilen Start-ups schon bald zu einer realistischen Gefahr werden.“

Nachholbedarf in DeutschlandAls Standort global führender Unternehmen wie DHL, DB Schenker und Dachser nimmt Deutschland weltweit eine der Spitzenpositionen in der Logistik ein. Allein hierzulande arbeiten rund drei Millionen Menschen in der Logistik, der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 250 Milliarden Euro pro Jahr. Ob Deutschland Branchenprimus bleibt, hänge auch davon ab, „wie es den Logistikern gelingt, ihr Geschäft zu digitalisieren“, sagt Max-Alexander Borreck, Principal bei Oliver Wyman: „Viele Logistiker tun sich schwer, mit dem Tempo der Digitalisierung Schritt zu halten. Start-ups hingegen sind flexibel und müssen nicht auf gewachsene Strukturen Rücksicht nehmen. Und sie beherrschen dieselben Big-Data-Ansätze wie die Start-ups aus der Personenmobilität, für die Uber das bekannteste Beispiel ist. Mit dieser Agilität und diesem Wissen können die innovativen Newcomer zu Schrittmachern der Branche werden.“



Das Problem für Deutschland: Die Finanzierung innovativer Transport- und Logistik-Start-ups findet bis dato vor allem in den USA und in Asien statt. In beiden großen Märkten werden jeweils etwa 45 Prozent der globalen Investitionen in Logistik-Start-ups getätigt. Europa kommt lediglich auf fünf Prozent. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Venture-Capital-Unternehmen aus dem Silicon Valley, wie Kleiner Perkins Caufield & Byers oder Andreessen Horowitz. Diese Firmen haben die Veränderungspotenziale der digitalen Transformation für die Logistik erkannt und investieren verstärkt in diesem Bereich. Allein 2016 haben die führenden amerikanischen Venture-Capital-Firmen mehr als 250 Millionen Euro für Logistik-Start-ups ausgegeben.

In Deutschland erfolgt das Umdenken langsam – Die Branchenführer DHL oder DB Schenker beispielsweise haben damit begonnen, sehr selektiv in erste Partnerschaften mit Start-ups zu investieren. So übernahm DHL beispielsweise Streetscooter, ein Spin-off der RWTH Aachen, das helfen soll, kosteneffiziente, elektrische Lieferfahrzeuge zu entwickeln. DB Schenker kooperiert mit der amerikanischen Frachtbörse Uship, um die Auslastung im Landverkehr zu erhöhen und zugleich die eigene Innovationskraft zu steigern.

Insbesondere bei der Investition und Wachstumsförderung lokaler Start-ups bleibt die deutsche Logistikwirtschaft aber zögerlich. Oliver Wyman-Principal Borreck: „In Deutschland gibt es mehr als 30 interessante Start-ups im Logistikumfeld. Der Austausch mit deutschen Logistikunternehmen findet bisher wenn überhaupt nur sehr zögerlich statt. Das kann langfristig zu einem Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland werden.“

Aus der Sicht der Managementberater ist es mit einer reinen Kapitalbeteiligung an Start-ups meist nicht getan  „Eine wesentliche Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Investition in Start-ups ist die Bereitschaft, das eigene Kerngeschäft radikal zu hinterfragen und zu digitalisieren. Die Start-ups sind gewissermaßen die Katalysatoren dafür“, sagt Joris D’Incà. Die Unternehmens-Organisationen müssten mithilfe schlanker Strukturen in Sachen Entscheidungsprozessen und Verantwortungs-regelungen deutlich agiler werden. Gleichzeitig sei die Entwicklung von Big-Data- und Analyse-Kompetenzen zu beschleunigen. Für den gesamten Prozess der digitalen Transformation müsse eine Roadmap mit klaren Vorgaben und Zeitabläufen angelegt werden. Die Partner in den Start-ups könnten dabei als Ideenlieferanten für Lösungen und Talent-Pools mitwirken und Tempo machen auf dem Weg zur digitalen Logistik.


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Vodafone und Loxxess verlängern Zusammenarbeit

Die Logistik für das Kabelgeschäft der Vodafone in Deutschland liegt weiterhin bei dem unter anderem auf Medienlogistik spezialisierten Dienstleister Loxxess. Mit umfassenden Mehrwertdienstleistungen ist Loxxess fester Bestandteil der Logistik und der Retourenverarbeitung bei Vodafone. Der Vertrag wurde jetzt langfristig verlängert.Bereits seit 2012 ist Loxxess für die Vodafone-Logistik im Bereich Kabel verantwortlich. 


Vodafone Deutschland ist eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen und zugleich der größte TV-Anbieter der Republik. Entsprechend breit und vielfältig ist das Spektrum der zu betreuenden Artikel und der Aufgaben in der logistischen Abwicklung.Loxxess betreibt ein Logistikzentrum für Versandhandels- und Medienlogistik mit ca. 70.000 Quadratmetern Lagerfläche im tschechischen Bor, nahe der deutschen Grenze. Dort verarbeitet das inhabergeführte Unternehmen rund zwei Millionen Aufträge pro Jahr für Vodafone. 

Martin Schmidt, Head of Logistics and Enablers bei Vodafone, kommentierte die Vertragsverlängerung so: „Unsere hohen Ansprüche an die Logistik, die bei uns sehr vielfältig ist, werden durch Loxxess sehr gut abgedeckt. Die Zusammenarbeit hat sich über viele Jahre bewährt, wir sind hoch zufrieden mit der Leistung, insbesondere mit der Flexibilität und Effizienz, die in unserem Geschäft wichtig sind.“ 



Im Einzelnen kümmert sich der Logistikdienstleister um die Lagerung von technischen Geräten wie Modems, Receiver, WLAN-Sticks und Zubehör wie Kabel, Fernbedienungen oder Multimedia-Dosen im Hochregal. Smartcards werden in einem eigenen Sicherheitslager aufbewahrt. Das Team kommissioniert die Aufträge sowohl für die Endkunden als auch für Servicetechniker. Gleichzeitig werden die eingehenden Retouren bearbeitet und verbucht. Loxxess testet die Geräte und bereitet sie im Refurbishment für die Weiterverwendung auf. Pro Jahr durchlaufen rund 900.000 Geräte und Zubehörteile von Vodafone die Funktionstests im Loxxess-Medienlogistikzentrum. 

Für sämtliche Prozesse haben die Partner Service Levels vereinbart, die kontinuierlich gemessen werden. Vodafone rechnet speziell im Kabelgeschäft mit weiterem Wachstum, auf das Loxxess am Standort Bor mit dem spezialisierten Medienlogistikzentrum vorbereitet ist. Die Zukunftsfähigkeit der Loxxess-Lösungen betont auch Vorstand Dr. Claus-Peter Amberger: „Heute können wir die Kundenanforderungen nur dann wirklich erfüllen, wenn wir in der Lage sind, uns dynamisch und flexibel auf Änderungen und Wachstum einzustellen.“


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LOGISTIKIMMOBILIEN

Habacker und Chal-Tec feiern Richtfest für Logistikzentrum

Die Habacker Holding hat in Kamp-Lintfort die Fertigstellung des Rohbaus einer Logistikimmobilie für das E-Commerce- Unternehmen Chal-Tec mit einem Richtfest gefeiert. Für den Bauherrn errichtet der Generalübernehmer Goldbeck die Anlage mit 58.000 Quadratmetern Nutzfläche, die der europaweit agierende Onlinehändler als zentrale Hauptumschlagbasis nutzen wird. Das Investitionsvolumen der Habacker Holding für das gesamte Projekt in Kamp-Lintfort beträgt 35 Millionen Euro. Mehr als 200 neue Arbeitsplätze entstehen in der Region.

Mitte Oktober 2016 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Immobilie. Nach nur fünf Monaten hat Goldbeck die Rohbauphase nun abgeschlossen. Etwa 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien kamen zum Richtfest – darunter auch Michael von der Mühlen, Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und der Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort, Prof. Dr. Christoph Landscheidt. Zusammen mit Chal-Tec Geschäftsführer Peter Chaljawski erläuterte Michael Habacker, geschäftsführender Gesellschafter der Habacker Holding, den Gästen die künftige Nutzung der Immobilie. „Zwei Einheiten werden wir in wenigen Wochen an Chal-Tec übergeben, die restlichen Flächen in den Folgemonaten. Die komplette Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant.“

Der Standort Kamp-Lintfort bietet optimale Bedingungen für die E-Commerce-Branche. Die Nähe zu den Übersee-Häfen Antwerpen und Rotterdam sowie zum Binnenhafen Duisburg ermöglicht Chal-Tec einen effizienten Warenumschlag. Chal-Tec wird die Logistikanlage als Chal-Tec Fulfillment GmbH selbst verwalten. Im Hochregallager ist Platz für bis zu 70.000 Paletten. Das Logistikzentrum verfügt über insgesamt 86 Verladetore, 24 für den Wareneingang und 62 für den Warenausgang. „Die neue Immobilie bietet beste Voraussetzungen für die Implementierung individuell designter Supply-Chain-Lösungen“, sagt Peter Chaljawski. „In Zukunft können wir unsere Kunden in Deutschland und Europa schnell und flexibel beliefern.“

Für den Bau der Logistikimmobilie hatte die Habacker Holding ein rund 100.000 Quadratmeter großes Grundstück erworben. Dabei handelt es sich um einehemaliges Industriegelände, das von der Habacker Holding revitalisiert wird.Angesichts der Ressourcenknappheit im Ruhrgebiet spielt die Sanierungbrachliegender Grundstücke eine große Rolle bei der Entwicklung vonLogistikimmobilien. „Wir freuen uns, dass mit dem nachhaltigen Neubau dashochwertige Grundstück wieder genutzt wird“, sagt Michael Habacker. „Mit Goldbeckhaben wir einen leistungsfähigen Partner an unserer Seite, mit dem wir bereitsmehrere Projekte erfolgreich umgesetzt haben“, ergänzt Stephanie Habacker-Arndt.Diplom-Ingenieur Frank Köppen bedankte sich im Namen von Goldbeck für dievertrauensvolle Zusammenarbeit. Nach der Fertigstellung wird für die Immobilie einZertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt.Competo Capital Partners ist bei der Entwicklung der Immobilie der Finanzpartner derHabacker Holding. Verkäufer der Fläche ist die logport Ruhr GmbH, die das Areallogport IV in Kamp-Lintfort mit einer Gesamtgröße von 30 Hektar entwickelt und vermarktet.


Foto: Goldbeck

Habacker Holding
Die Habacker Holding GmbH & Co. KG plant, entwickelt, baut und managt Logistik- und Industrieimmobilien. Derzeit betreut das Familienunternehmen aus Düsseldorf Logistikimmobilienprojekte an über 20 Standorten in Deutschland mit mehr als 100 Mietern. Mit einem verwalteten Immobilienportfolio im Wert von 600 Millionen Euro und einer vermietbaren Fläche von 2,1 Millionen Quadratmetern zählt die Habacker Holding zu den dynamisch wachsenden mittelständischen Logistikimmobilienunternehmen in Deutschland. Zu den Kunden bzw. Geschäftspartnern gehören unter anderem Union Investment Real Estate, UBS, Aquila, DSV, Deutsche Post DHL, C&A Mode KG, GEODIS Logistics Deutschland GmbH und BOSCH.

Chal-Tec
Seit 2005 agiert Chal-Tec als Inkubator ausdrucksstarker Marken für einen modernen Lifestyle. Vom Berliner Stammsitz aus steuert das E-Commerce Unternehmen den Markenaufbau und die Vermarktung in 21 europäischen Ländern über unterschiedliche Vertriebskanäle, eigene Handelsplattformen, Markenshops und diverse E-Commerce-Marktplätze. Gründer und CEO Peter Chaljawski entwickelt zusammen mit seinem 400- köpfigen Team bis dato 13 Marken in den Segmenten Home & Living, Consumer Electronics und Sound & Light sowie Health & Sports. Von der Produktentwicklung und Konzeption über Produktion und Vermarktung bis hin bis zum eigenen internationalen Servicecenter in Berlin vereint Chal-Tec die gesamte Wertschöpfungskette des Produktvertriebs im E-Commerce.

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Unternehmenseigene Immobilie als
Innovationshemmnis für Mittelstand

Im Rahmen eines Unternehmerabends hat der Projektentwickler Beos 100 geladenen Gästen aus dem regionalen Mittelstand die bereits fertiggestellten und bezugsfähigen Bauabschnitte des Nova Neufahrn Gewerbeparks vorgestellt. Dabei handelt es sich um die Neubauten Ost und West und eine modernisierte Lagerhalle auf dem 115.000 Quadratmeter großen Gelände. Eine Produktionshalle im Bestand befindet sich in der Umbauphase. Der Baustart des Bauteils Nord-West ist für das zweite Quartal 2017 geplant. Von den rund 16.800 Quadratmetern vermietbarer Fläche im kürzlich fertiggestellten Neubau West sind bereits zwei Einheiten mit insgesamt 6.300 Quadratmeter vermietet. Dort konnten erste Eindrücke über den Alltag auf dem Areal gewonnen werden. Die Nachfrage nach den anderen Flächen im Gewerbepark ist nach Angaben des Unternehmens seit Fertigstellung der ersten Gebäude zusätzlich gestiegen. 

Im Rahmen des Unternehmerabends sprach Dr. Karim Rochdi, Verantwortlicher für den Bereich Corporate Solutions bei Beos, über die Vorteile, die ein externes Immobilienmanagement mittelständischen Unternehmen bieten kann. „Von der Fahrzeugflotte bis zur Kaffeemaschine wird von Unternehmen fast alles gemietet oder sogar extern gemanagt. Immobilien halten deutsche Unternehmen aber im internationalen Vergleich deutlich häufiger im Eigentum. Damit binden sie Ressourcen, die im Kerngeschäft besser eingesetzt werden könnten, etwa für Forschung und Entwicklung“, sagte Dr. Rochdi. „Daher bietet es sich insbesondere vor dem Hintergrund des Innovationsdrucks im deutschen Mittelstand an, über den Verkauf ihrer Immobilien mit flexibler Rückmietung nachzudenken.“

Daniel Fielitz, Senior Projektmanager bei Beos, stellte am Beispiel des Gewerbeparks die Transformation einer ehemaligen Produktionsstätte von Lippenstiften in eine moderne Unternehmensimmobilie für mehrere Nutzer dar. „Dabei ist eine zielorientierte Planung unter Berücksichtigung einer Fülle von unternehmerischen und rechtlichen Aspekten unerlässlich für den Erfolg“, sagt Fielitz. „Die Transformation des ehemaligen Avon-Geländes hin zu einem Gewerbepark mit flexibel teilbaren und vielseitig nutzbaren Produktions-, Lager- und Büroflächen steht für die zukünftige Rolle der Immobilie im Alltag mittelständischer Unternehmen.“ Beos habe Flächen geschaffen, die sich passgenau auf die individuellen Bedürfnisse der künftigen Nutzer zuschneiden ließen.  

Beos ist ein unabhängiger Projektentwickler und Asset Manager mit Hauptsitz in Berlin. 1997 gegründet, bearbeitet das Unternehmen heute mit einem interdisziplinären Team von über 120 Mitarbeitern und Büros in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart einen Bestand gewerblicher Immobilien mit über 2,0 Millionen Quadratmetern Mietfläche und zwei Milliarden Euro Assets under Management. 


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E-Commerce wird Nachfrage nach Logistikimmobilien bis 2025 verdoppeln

Der E-Commerce wird weiter zulasten klassischer Einzelhandelskonzepte wachsen. Die Berliner Ratingagentur Scope erwartet im Bereich E-Commerce ein Umsatzwachstum in Höhe von rund 10 Prozent p.a. in den kommenden 10 Jahren. Der stationäre Einzelhandel wird nach Ansicht von Scope im gleichen Zeitraum hingegen stagnieren.

Da die auf E-Commerce basierenden Geschäftsmodelle deutlich weniger Einzelhandelsfläche nachfragen, wird es insgesamt zu einem Nachfrage-Rückgang kommen. Die entgegengesetzte Entwicklung sieht Scope bei Logistikimmobilien: Hier erwartet der verantwortliche Analyst Philipp Wass eine Verdoppelung der Nachfrage bis zum Jahr 2025. Die Gründe: Zum einen nimmt der Anteil von E-Commerce am gesamten Einzelhandel stetig zu – von derzeit 9 Prozent auf über 20 Prozent im Jahr 2025. Zum anderen benötigen Online-Händler das dreifache an Logistikfläche im Vergleich zu klassischen Einzelhändlern.

Besonders kräftig wird die Nachfrage nach innerstädtischen und stadtnahen Logistikflächen zunehmen. Online-Händler verkürzen fortlaufend die Auslieferungsdauer der bestellten Waren. Dies ist jedoch nur mit Paketverteilungszentren sowie Umschlag-/Lagerhallen möglich, die immer näher an den Kunden rücken und somit in den städtischen Raum vordringen.

Was sind die Konsequenzen für Investoren?
Der Boom im Bereich Logistik ist natürlich auch für Investoren interessant. Allerdings ist der Zugang zum Logistikflächenmarkt mit Hürden verbunden. Der Grund: Immer mehr Logistikdienstleister und Online-Händler entwickeln und bewirtschaften die benötigten Flächen auf eigene Rechnung statt sie anzumieten. So befinden sich in Deutschland und Frankreich mehr als 50 Prozent der im Jahr 2016 geschaffenen Logistikflächen im Eigentum der Nutzer – das ist eine Steigerung um 20 Prozentpunkte im Vergleich zu 2011. Für Investoren bedeutet dies, dass nur ein Teil des Marktes als Investitionsmöglichkeit zur Verfügung steht.

Ein weiterer Aspekt, der Investments in Logistikimmobilien derzeit noch erschwert, ist der enorme Wandel in der Logistikbranche: Schlagworte wie das "Internet der Dinge", 3D-Druck, Automatisierung, Robotik, autonom fahrende Fahrzeuge und Drohnen zeigen die zunehmenden Vielfalt von Logistik-Konzepten. In welchem Ausmaß der Bedarf an Logistikflächen von all diesen technischen Innovationen verändert wird, lässt sich im Detail nicht vorhersehen. Für Investoren geht dies mit erhöhter Unsicherheit über die künftigen Bedürfnisse der Mieter einher. Eine heute attraktive Logistikimmobilie könnte daher in nur wenigen Jahren nicht mehr den Marktansprüchen genügen.

Weitere Herausforderungen für Investoren sind nach Ansicht von Scope die steigenden Ausfallrisiken der Mieter. Sowohl der klassische Einzelhandel als auch der Online-Handel agieren in einem zunehmend dynamischen Wettbewerbsumfeld.


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Eureb-Markenstudie nominiert Top 5 Real Estate Developer Logistik (Europa)

Die europaweite Marken-Wert-Studie des EUREB-Institute hat die bei Branchenplayern am meisten respektierten Logistik-Developer identifiziert. Im Branchen-Ranking 2017 zählen Goodman, Prologis und Panattoni zu den Top 5 bei Werten wie Bekanntheit, Erfahrung, Wiederverwendungsabsicht und regionale Kompetenz.

Über 80.000 Branchen-Profis waren europaweit zu ihrer Erfahrung mit und Einschätzung von Immobilien-Unternehmen befragt worden. Das EUREB-Institute evaluiert seit einigen Jahren jeweils 1.200 Immobilienmarken in 26 Teilbranchen und Assetklassen. Die Grundlage liefert das EUREB Brand Potential Model welches anhand von KPIs die benchmarkfähige Positionierung im Wettbewerbsumfeld analysiert und damit Frühindikatoren für die Überprüfung der Marketing- und Vertriebsmaßnahmen liefert.

Zu den Top 5 der Logistik-Developer zählen in diesem Jahr außerdem IDI Gazeley und Segro. Die Real Estate Brand Awards 2017 werden am 12. Mai im Rahmen eines festlichen Gala-Abends im Axica in Berlin übergeben. Die Ergebnisse werden am selben Tag auch im Real Estate Brand Book 2017 publiziert.


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HANDEL / E-COMMERCE

Digitalisierung, Teil 3: Handel steht vor neuen
Geschäftsmodellen und Strategien


Die Digitalisierung des Handels führt zu neuen Geschäftsmodellen und Strategien. Bei deren erfolgreicher Umsetzung kommt der Logistik eine Schlüsselrolle zu, so die EHI-Szenariostudie Handelslogistik 2025, die das EHI gemeinsam mit Logistikexperten aus dem Handel und seinem Methodenpartner ScMI entwickelt hat. Vorgestellt wurde die Studie Ende März auf dem Handelslogistikkongress in Köln.

Wir haben markante Aussage für Sie aus der Studie extrahiert. 

Entwicklung des Handels: 
Es wird von einem starken Wachstum des Onlinehandels ausgegangen. Dabei wird eine hohe Konvergenz virtueller und realer Welten erwartet, verbunden mit signifikanten Marktveränderungen. 

Kaufverhalten: 
Für die Zukunft wird eine Belieferung der Kunden jenseits des stationären Handels erwartet – vor allem direkt im Onlinehandel. Showrooming sowie Click&Collect werden zudem echte Alternativen. 

Vertriebskanäle: 
Die hohe Diversität der Vertriebskanäle wird bestehen bleiben – allerdings mit einem eindeutig höheren Vernetzungsgrad. 

Standortpolitik des stationären Handels: 
Den stationären Handel wird es auch in der Zukunft geben. Die Tendenz zu kleineren Flächen in Innenstädten bei Ausdünnung der Versorgung in ländlichen Regionen wird anhalten. 

Rolle der Filialen / Filiallogistik: 
Es wird auch in der Zukunft Filialen geben. Allerdings wird sich deren Position durch Kanalintegration und ein neues Rollenverständnis massiv verändern. 

Steuerung der Supply Chain: 
Heute steuert der Handel vorwiegend auf Basis eines engen Logistikverständnisses. Für die Zukunft wird vor allem ein erweitertes Logistikverständnis erwartet. 

Rolle des Handels in der Wertschöpfungskette: 
Erwartet werden Veränderungen in der Wertschöpfungskette – wobei es Downstream- und / oder Upstream-Veränderungen geben kann. 

Rolle der Industrie und der (weiteren) Intermediären in der Wertschöpfungskette: 
Heute behauptet der Handel seine klassische Handelsfunktion. In der Zukunft könnte er auf industrielle Wettbewerber stoßen und/oder die Hoheit über den Kundenkontakt an neue Intermediäre verlieren. 

Systemische Hoheit und Verfügbarkeit von Daten: 
Heute besteht keine allgemeine Datenverfügbarkeit – wobei die Teile der Daten auch eher zeitverzögert zur Verfügung stehen. In der Zukunft wird von einer ständigen Verfügbarkeit ausgegangen – aber nicht zwingend für alle. 

Nutzung von Kundendaten: 
Heute werden Kundendaten klassisch vom Handel generiert – aber ohne Advanced Analytics verarbeitet. In der Zukunft wird von einer starken Entwicklung von Advanced Analytics ausgegangen – mit oder ohne Handel. 

Geschäftsmodelle in der Logistikbranche: 
Heute dominieren klassische Logistikdienstleister (oder Systemdienstleister) – aber ohne Verzicht auf eigene Assets. In der Zukunft wird von einer hohen Bedeutung der Value-Added-Services ausgegangen – unter Umständen sogar mit Verzicht auf eigene Assets. 

Automation: 
Der heute bereits erkennbare Bedarf an flexiblen Warenflüssen in der Lagerlogistik wird sich in der Zukunft noch verstärken.


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Otto Now: Gutes Feedback trotz problematischer Konditionen

Von Stephan Meixner

Seit rund einhundert Tagen betreibt der Otto-Versand unter dem Namen Otto Now ein neues Online-Portal, auf dem Verbraucher einzelne Produkte mieten statt kaufen können. Im Gespräch mit der Branchenplattform neuhandeln.de zogen die Hamburger ein erstes Fazit. Demnach freut sich der Versender zwar über ein „überwältigendes Feedback“. Ob das neue Mietportal aber auch dauerhaft eine Zukunftsperspektive im Otto-Kosmos hat, ist weiterhin offen.




Otto befindet sich nach eigenen Angaben nach wie vor mitten in der Beta-Phase. Es werde derzeit ausgewertet, wie Kunden das neue Angebot annehmen. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, werden weitere Schritte in den nächsten Monaten folgen.

Erst dann werde endgültig darüber entschieden, ob der Otto-Versand sein Miet-Portal „Otto Now“ aus der aktuellen Testphase in ein dauerhaftes Geschäftsmodell überführt. Positiv stimmt die Hamburger, dass insbesondere Fernseher, Kaffeevollautomaten und Laufbänder gern ausgeliehen werden. Je nach Kundengruppe sind allerdings andere Artikel beliebt. So interessieren sich Familien vor allem für Waschmaschinen und Kaffee-Vollautomaten zur Miete.

Dabei handelt es sich um teure Gebrauchsgegenstände, die quasi notwendig sind und über eine monatliche Miete für Familien erschwinglicher werden und nicht gleich mit dem vollen Kaufpreis zu Buche schlagen. Bei Studenten wiederum sind erwartungsgemäß eher Gadgets beliebt, die nicht gerade überlebensnotwendig sind: Sound-Systeme und Drohnen.

Das Miet-Portal „Otto Now“ (Motto: Einfach alles, einfach mieten) wurde Dezember 2016 gestartet. Ansprechen soll der Service in erster Linie solche Kunden, die sich Technik-Produkte wie Smartphones, Notebooks oder Waschmaschinen nicht auf einmal leisten können oder wollen. Zur Zielgruppe zählen daher sowohl Studenten als auch die „Early Adopters“, die neue Technik-Gadgets gern ausprobieren, aber nicht unbedingt auf Dauer besitzen möchten.

Die Konditionen sind problematisch: Wer ein Produkt bei Otto mieten will, muss mindestens drei Monate buchen. Ein Smartphone wie das Xperia XZ von Sony bei einem Mietpreis von 37,99 Euro im Monat daher gleich über 110 Euro. Die lange Mindestmietzeit hat ihren Grund. Wenn Verbraucher ein Produkt nur kurz nutzen und direkt zurücksenden, wären die Prozesskosten für Lieferung und Abholung zu hoch. Otto bietet zudem keine Option, dass Kunden die gemietete Ware abkaufen können – was Media-Saturn wiederum bei seinem Miet-Service ermöglicht, der ebenfalls vor kurzem gestartet ist.

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E-Shopper-Baromter des DPD: 
10 Fakten zum Onlineshopping

Die Deutschen sind Europameister im Online-Shopping: Gemessen am gesamten Einkaufsvolumen geben deutsche Online-Shopper mit 11,5 Prozent den europaweit höchsten Anteil für Online-Shopping aus. Der europaweite Durchschnitt liegt bei 9,6 Prozent.

96 Prozent der deutschen Verbraucher sind mit ihrem letzten Online-Einkauf zufrieden, 81 Prozent bewerten ihn sogar als „sehr gut“ oder „hervorragend“. 

Regelmäßige Online-Shopper treiben die E-Commerce-Umsätze: Das aktivste Drittel der Online-Shopper (gemessen an der Zahl der Einkäufe) sorgt europaweit für 85 Prozent der Umsätze. In Deutschland sind es 81 Prozent. 

Mobile Commerce ist auf dem Vormarsch: Mit dem Smartphone shoppen europaweit 49 Prozent der 18- bis 34-Jährigen und 46 Prozent der regelmäßigen Online-Shopper. 

40 Prozent aller deutschen E-Shopper haben bereits in ausländischen Online-Shops eingekauft. Prozentual gesehen ist das der niedrigste Wert in Europa (Durchschnitt: 52 Prozent). 



Der deutsche E-Shopper liebt seinen Nachbarn: In Deutschland ist der Nachbar die beliebteste Zustellalternative zur Haustür (13 Prozent). Europaweit ist dagegen die alternative Zustellung an einen Paketshop am stärksten nachgefragt (16 Prozent vs. 6 Prozent in Deutschland). 

Das Wachstumspotenzial alternativer Zustellorte ist in Deutschland allerdings besonders groß: 60 Prozent der E-Shopper möchten zukünftig die Lieferung an einen Paketshop in Anspruch nehmen, 56 Prozent wollen die Möglichkeit der Lieferung an eine Alternativadresse nutzen.

Für 80 Prozent der Online-Shopper in Europa ist eine exakte Zustellprognose auf eine Stunde genau ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres bevorzugten Händlers. 

Der Kauf per Rechnung ist für 51 Prozent der deutschen E-Shoppern die beliebteste Zahlungsoption. Im europäischen Durchschnitt bevorzugen dagegen nur 11 Prozent die Zahlung per Rechnung, digitale Bezahlsysteme wie PayPal oder Alipay finden europaweit mit 42 Prozent am meisten Zuspruch. 

In 15 von 21 untersuchten europäischen Märkten sind Modeartikel die stärkste Warengruppe. In den übrigen Ländern werden Bücher, Elektronikartikel oder Beauty- und Health-Care-Produkte am stärksten nachgefragt. 

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Digitalisierung, Teil 4: Capitalized Content durch Nanopayment?

Erinnern Sie sich noch an den Schlachtruf des massentauglich gewordenen Internets in den 90er Jahren? „Content is King!“ Die Verlage rieben sich die Hände, war doch der Zugang zu ihren rasch ins Netz transformierten Magazinen und Zeitungen endlich keinerlei Grenzen mehr unterworfen. Mehr Reichweite + mehr Aufmerksamkeit = mehr Werbeeinnahmen! Was daraus wurde? Niemand war bereit, für „Content“ im Web zu zahlen, die Gratismentalität der Internetgemeinde war und ist sturer als all die verlockenden Angebote – egal, ob es sich um bild+, sz+ oder faz+ handelt.
 
Um ihren Content zu kapitalisieren, arbeiten die Verlage mit unterschiedlichen Zahlschranken und Barrieren. Am weitesten verbreitet sind sog. Freemium-Modelle (kostenloser Basiscontent mit kostenpflichtigem Premium Content), Metered Models (kostenpflichtiger Zugriff auf ein bestimmtes Kontingent), Tagespässe sowie eine Kombination aus mehreren Modellen. Über den Erfolg schweigt man sich gern aus – was letztlich ein Eingeständnis des relativen Scheiterns sein dürfte. 

Einen Grund für die Probleme paid content zu etablieren vermuten Kommunikationswissenschaftler in der Tatsache, dass die Bezahlangebote zu sehr dem traditionellen Abonnementkonzept ähneln, mit dem insbesondere die Digital Natives wenig anfangen können. Auch die Preispolitik kommt dem schnellen User nicht gerade entgegen. Warum soll  er sich einen Tagespass für 2 Euro kaufen, wenn er einen einzigen Artikel lesen möchte? Oder gleich ein dreimontiges Online-Abo abschließen? 

Um einen Inhalt im Internet für Käufer attraktiv zu machen, darf es nach Ansicht des Nanopayment-Anbieters SatoshiPay vor allem keine komplexe Bezahlschranke geben. Das Bezahlen muss einfach sein: kein Einwählen, kein Durchlaufen eines TAN-Verfahrens, keine Eingabe von Kreditkartendaten. Just klick – and the job is done. 

Die App SatoshiPay, die für das bei Bloggern beliebte Open Source Content Management System WordPress entwickelt wurde, lässt sich barrierefrei in die Homepage eines Online-Autors integrieren. Der Schriftsteller, Journalist oder Blogger kann nun seinen Content Kapitel für Kapitel, Absatz für Absatz, u.U. sogar Zeile für Zeile zu Preisen vermarkten, die beispielsweise bei  50 oder 30 oder 10 Cent pro Kapitel liegen und theoretisch herunterreichen können bis zu einem einzigen Cent. Der User widerum entscheidet Absatz für Absatz, ob er weiterlesen und damit weitere Cents investieren möchte.

Nanopayment nennt sich diese Bezahlweise von Kleinstbeträgen, bei der der User sich keine Extension herunterladen muss. Wenn der Content-Anbieter das SatoshiPay-WordPress-Widget eingebunden hat, bekommt der User eine Wallet gleich mitgeschickt, sobald er die Webseite besucht. Der User muss sich auch nirgendwo anmelden um SatoshiPay nutzen zu können. Er muss nur die Wallet aufladen und kann dann die Nano-Paywalls gezielt manuell oder automatisch freischalten. Die Abrechnung der Transaktionen zwischen Anbieter und User erfolgt in Echtzeit.


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DER KRÖNENDE ABSCHLUSS

 

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Redaktion (V.i.S.d.P.): Thomas Pool

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